Eine Umweltklage, die von einer lokalen NGO eingereicht wurde, stoppte die Rodung in einem geschützten Naturgebiet in Colón, in der Provinz Entre Ríos.
Richterin María José Diz ordnete an, die Bodenbewegungen im Stadtteil Perucho Verna sofort einzustellen und die Wiederherstellung des betroffenen einheimischen Waldes anzuordnen.
Die Asociación Civil Arroyo Perucho Salvaje war diejenige, die die Klage am 19. September 2025 eingereicht hat.
Die Klage richtete sich gegen Francisco Rossier und seine Tochter, Milagros Belén Rossier, die Eigentümer des Grundstücks, auf dem der illegale Eingriff stattfand.
Das Urteil erklärte die Eigentümer und das provinzielle Umweltsekretariat als Kontrollinstanz für den Umweltschaden verantwortlich.
Das Urteil, das am 26. Dezember veröffentlicht wurde, sieht auch konkrete Maßnahmen zur Wiederherstellung des Ökosystems vor.
Wie die Rodung im geschützten Gebiet verlief
Das betroffene Grundstück befindet sich innerhalb des geschützten Naturgebiets Arroyo Perucho Verna, das durch das Provinzgesetz 11.011 geschaffen wurde.
Das Gebiet hat die Kategorie II der Erhaltung einheimischer Wälder, was es als geschütztes Gebiet qualifiziert und die Rodung ausdrücklich verbietet.
Die Gutachterin Ingenieurin María Silvina Patterer stellte fest, dass die betroffene Fläche 1,23 Hektar erreichte. In ihrem technischen Bericht bestätigte sie „Bodenbewegungen, kürzliche Entfernung, Spuren von schwerem Gerät und Verlust der Vegetationsdecke“.
Die Erhebung identifizierte zerstörte einheimische Arten: Chañar, Coronillo, Weißquebracho, Tala und Espinillo.
Auch ein Teil des geschützten Gebiets des Feuchtgebiets des Baches wurde beeinträchtigt, da es mit aus der Rodung entnommenem Boden aufgefüllt wurde.

Der obligatorische Wiederherstellungsplan für das Gebiet
Neben dem Stopp der Rodung im geschützten Gebiet forderte das Urteil die Verantwortlichen auf, innerhalb von 15 Tagen einen Wiederherstellungsplan umzusetzen.
Die Maßnahmen umfassen die Neugestaltung des Bodens, die Entfernung der Füllung des Feuchtgebiets und die Pflanzung einheimischer Arten.
Das Urteil legt spezifische Anforderungen für die vegetative Wiederherstellung fest:
- Mindestens 100 Exemplare einheimischer Forstpflanzen pflanzen
- Verteilung durch natürliche Flecken und Mosaike
- Ausschluss neuer mechanischer Eingriffe im Feuchtgebiet
- Geschätzter Zeitraum von 12 bis 24 Monaten für die anfängliche Stabilisierung
Auf der öffentlichen Seite muss das provinzielle Umweltsekretariat den Wiederherstellungsprozess vierteljährlich kontrollieren.
Der Wildhüter Jaime Borda, der die Situation 2023 gemeldet hat, könnte die Umsetzung des Plans zur Wiederherstellung des geschützten Gebiets nach der Rodung überwachen.
Die Gemeinde, ohne Verantwortung für die Rodung im geschützten Gebiet
Andererseits wies Richterin Diz die Klage gegen die Gemeinde San José ab. Das Urteil erkannte an, dass die Gemeinde im Rahmen ihrer Zuständigkeiten handelte, indem sie die Bodennutzung verweigerte und Feststellungsprotokolle erstellte.
„Die Gemeinde San José trägt keinerlei Verantwortung“, stellte das Urteil fest. Die lokale Behörde ordnete die Einstellung der Bodenbewegungen an und meldete die entsprechenden Verstöße.
Die Entscheidung legte die Kosten den unterlegenen Beklagten auf. Die Berufshonorare wurden gemäß den Parametern des Provinzgesetzes über Gebühren festgelegt.
Der Fall schafft einen Präzedenzfall für den Schutz von provinziellen Naturgebieten. Das Urteil wendete die in der nationalen Umweltgesetzgebung festgelegten Prinzipien der Prävention, Vorsicht und objektiven Verantwortung an.



